Statement

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«Nur durch eine lebendige Entste­hungsweise kann eine soziale und nachhaltige Stadt gedeihen.»

ZÄT BAP

Wir wollen unseren Lebensraum frei gestalten. Wir sind dieje­nigen, die hier leben und wir allein sind die Experten * Innen für unser persönliches Lebensumfeld. Wir wissen selbst am besten wie wir leben wollen. Für das brauchen wir keinen Staat, keine Regierung. keine Planer* Innen, keine Verwalter* innen, keine Eigentümer*Innen oder sonstige autoritäre Vögel*Innen, die versuchen uns aufzudrängen, wie wir zu leben haben!

Wir wollen, dass die Häuser unserer Stadt denen gehören die darin leben. Denn solange die Häuser das Eigentum von Wenigen sind, bleiben Mieterschaften weiterhin den Eintümer * innen und dem Markt ausgeliefert. Eigentum ist die Grundlage für Ausbeu­tung und solange diese besteht, werden immer einige Menschen diese Machtposition zu ihren Gunsten ausnutzen. Wohnraum ist ein existenzieller Rückzugsort, keine verdammte Ware! Es kann nicht sein, dass mit ihm gehandelt und spekuliert wird. Wir wollen Wohnraum nicht konsumieren, sondern darin leben!

 

Wir wollen eine Stadt, die allen gehört. Die Bedürfnisse der Stadtbewohner*Innen bleiben unerhört solange die Stadt sich als wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort beweisen will. Wir wissen Ihr habt grosses vor mit Basel: Life- Science Metropole, Metro 2020. In solchen Plänen wird umstrukturiert und aussor­tiert. „Stadt selber machen" steht für uns für die Entwicklung einer autonomen Stadtplanung, in der Raum entstehen kann in dem Zeit nicht Geld, sondern Zeit ist. Wir sind gegen die Stadt der Monotonie, der Gehorsamkeit, der Planung, der Farb- und Geistlosigkeit. Das Abdrängen aus der Stadt ist gleichzustellen mit einem aktiven Ausschliessen von Personen, Gruppen oder Klassen aus dem Städtischen und aus der Gesellschaft. Deshalb fordern wir eine Stadt für Alle. Eine Stadt in die jede Person, die kommen will, auch kommen und bleiben darf. Jede und Jeder hat das Recht Teil einer Stadt zu sein. Bleiberecht für Alle!

Wir wollen den genormten Alltag aufbrechen. Wir wollen un­abhängig sein von der Willkür der Finanzmärkte, von Entschei­dungen irgendwelcher Politiker*Innen. „Selber Machen" meint für uns den Akt, die Kontrolle über unseren eigenen und gemein­samen Alltag zu erlangen. Selbst Intiative zu ergreifen, selber zu gestalten und selbst über denn noch so kleinsten Punkt seines Alltags zu verfügen, macht Mensch so lebendig wie es keine Re­gierung, keine staatliche Institution je sein wird!

Wir stellen uns gegen die Entwicklung einer anonymisierenden und isolierenden Betonlandschaft. „Stadt selber machen" be­deutet für unser Kollektiv aus der Passivität der Gleichgültig­keit und Machtlosigkeit auszubrechen und unsere Anliegen ak­tiv einzufordern. Wir wissen die Politik und Polizei haben Angst vor leeren Orten, vor Lücken, vor Ungewissheiten. Da könnte ja etwas passieren - etwas ungeplantes Eine Kunstaktion oder gar eine politische Versammlung. Doch wir brauchen Räume die frei sind, weil darin Dinge entstehen, die nicht von einer Stadtpla­nung geplant werden können. Nur durch eine lebendige Entste­hungsweise kann eine soziale und nachhaltige Stadt gedeihen. Lasst uns Basel selber machen!

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EIN GEDICHT

ein Phantom geht rum in Basel?
wir sind da

immer

denn auch wir sind die Stadt
und nehmen sie uns zurück
Stück für Stück

wir verstecken uns in den Ritzen der Leistungsgesellschaft
wir kleben an den Pflastersteinen eurer Einkaufsstrassen
und klettern von Dach zu Dach
wir kriechen aus den Löchern
wenn es Leben regnet
und sich der Hammus bewegt
dann nehmen wir uns Raum
um ihn zu beleben

doch für euch sind wir Ungeziefer
und ihr wollt uns erwischen
zerquetschen

einsperren

und unser Leben vergiften
doch wir bleiben da

zieht eure beschlagenen Brillen ab
und schaut hin

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