Statement

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«GREIFT ZUR MISTGABEL!»

STADT FÜR ALLE

Das Recht auf selbstbestimmte Versorgung In den Städten stellte sich schon immer die Frage nach der Versorgung. Städte sind Ballungspunkte, Zentren. Sie bestehen aus Vielen und diese Vielen müssen versorgt werden. Doch wie funktioniert diese Versorgung in Basel? Genau das begann uns vom Verein Stadt für Alle zu interessieren. Im Vorfeld der Abstimmung zu einer schweizerischen Ernährungssouveränität, formierte sich ein Redaktionsteam, welches sich mit der Versorgungsthematik befasst. Wie ernährt sich Basel? Und wie sähen Alternativen zu einem globalisierten Markt aus?

 

Heute steuern die politischen und vor allem wirtschaftlichen Interessen von Lobbygruppen die Herstellung und Verteilung  von Lebensmittel. Konzerne des Handels und der Verarbeitung bestimmen den Markt. Erst ganz am Schluss kommen die Interessen der Bäuer*innen, landwirtschaftlichen ArbeiterInnen und der Konsument*innen.

 

Wie können wir dieser Entfernung der Stadt von der Produktion entgegenwirken und dabei auch die Veränderung der Produktionsweisen anstreben? Als theoretischen Ansatz nennt Henri
Lefebvre in seinem Werk Das Recht auf Stadt: »Das Recht auf Teilhabe«. Dieses Recht
beinhaltet die Frage, wie und was produziert werden soll. Die Stadtbewohner*innen sollen
in Selbstverwaltung an dieser Frage teilhaben. Und zwar alle. Denn das Streben nach
einer ökologischen Versorgung muss sich immer auch mit sozialer Ungleichheit auseinandersetzten. Die Massenproduktion an Lebensmitteln macht sie billig und heute zu
einem Ersatz von sozialen Leistungen. Lokal, sowie global.


Diese Ansätze verfolgen wir in unserem Zeitungsprojekt. Dabei verweisen wir auf bereits bestehende Projekte, Kollektive etc. und spinnen unsere eigenen Gedanken weiter. Diese
Keime für eine künftige, nachhaltige Versorgung aus der Region und das für alle, möchten
wir hier sichtbar machen.


Ein Recht auf Stadt ist auch ein Recht auf selbstbestimmte Versorgung für alle. Wir wollen
die Stadt als Konsumort mit fern ab zu katastrophalen Arbeitsbedingungen produzierten Produkten hinter uns lassen. Wir brauchen eine solidarische Landwirtschaft in der wir uns
darüber verständigen, wie kultiviert werden soll.

MEHR INFORMATIONEN

www.stadtfueralle.info

www.ernaehrungbasel.ch