Statement

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«Für die Möglichkeit, dass alle Quartier-

bewohner*innen an der Gestaltung ihres Quartiert selber teilhaben können!»

MATTENSTRASSE

Seit mehreren Jahren setzen sich die Bewohnerinnen und Bewohner der Mattenstrasse 74/76 für den Erhalt und die Sanierung des historischen Ensembles im Rosental-Quartier ein. Dank dem Widerstand der Mieter*innen ist es gelungen, das Abrissprojekt der Eigentümer zu verhindern. Damit hat sich erneut gezeigt: Widerstand gegen Verdrängung kann sich lohnen und ist für eine gerechte Stadt unabdingbar!

 

Die Hausgemeinschaft versucht nun gemeinsam mit dem Mietshäuser Syndikat Basel, die Häuser zu kaufen und genossenschaftlich zu organisieren. Allerdings liegt auch hier die Entscheidungsmacht beim Eigentümer: Will er maximale Rendite aus dem Verkauf ziehen oder kommt er seiner sozialen Verantwortung nach?

 

Stadt selber zu machen heisst für uns deshalb, den städtischen Wohn- und Lebensraum Stück für Stück der kapitalistischen Spekulation zu entziehen und ihn zu Gemeineigentum zu machen: Weil der Boden unser aller Lebensraum ist und deshalb uns allen gehört.

 

 

IG Wohnhof Mattenstrasse

 

Die teilweise langjährige Mieterschaft der Mattenstrasse 74/76 engagiert sich in sozialen Projekten und wehrt sich gegen die Verdrängung aus ihrem Zuhause und dem sozialen Gefüge der Nachbarschaft. Unser Ziel ist eine genossenschaftliche Übernahme der Altbauhäuser. Damit könnte die sanfte Sanierung und der Erhalt des historischen Ensembles durch die Mieterschaft eingeleitet sowie kostengünstiger Wohnraum für nachfolgende Generationen gesichert werden.

 

Der Hof ist zu einem zentralen und viel genutzten Lebensraum geworden: Hier lebt eine offene Gemeinschaft, die sich gut kennt und sich selbständig um die Belange des Hofs und der Häuser kümmert. Dank der Belebung des Innenhofes ist die Mattenstrasse 74/76 darüber hinaus eine essenzielle soziale Infrastruktur des Rosental-Quartiers, die den interkulturellen Austausch in der Nachbarschaft bereichert und den Quartierbewohnerinnen einen niederschwelligen Zugang zu den Angeboten gibt, die hier stattfinden.

 

Damit setzt sich die IG Wohnhof Mattenstrasse auch über ihren eigenen Wohnraum für ein Recht auf Stadt ein, für die Möglichkeit, dass alle Quartierbewohner*innen an der Gestaltung ihres Quartiert selber teilhaben können.