Statement

Xfilewhite.png

«Wenn nur noch Bürogebäude und schicke zwei-Zimmer Wohnungen in Basel übrigbleiben,

wo sind wir dann? Wehren wir uns gemeinsam!»

SCHLOSSGASSE

Das Haus an der Schlossgasse 12 wurde am 10.Mai 2017 besetzt. Doch was ist eine Besetzung? Ein leerstehendes Haus zu besetzen und beleben ist ein politischer Kampf und ein Zeichen gegen immer höher werdende Mieten in Städten wie Basel. Das „Schlössli“ wurde von seinem Besitzer mehr als 5 Jahre leergelassen. Mehrere Wände wurden rausgerissen, den früheren Mieter*innen wurde gekündigt, ohne Strom und Wasser verwahrloste das Haus. Und dies, obwohl in Basel eine starke Wohnungsnot besteht. Alte Gebäude werden Opfer von Grosskonzernen und reichen Privatbesitzer*innen, deren Ziel es ist, möglichst viel Gewinn mit ihren Häusern zu machen.  

 

Vergessen werden dabei wir. Menschen jeglichen Alters, ohne hohes Einkommen, sowie Lehrlinge und Studierende, die gerne unabhängig leben wollen, als auch Familien mit wenig finanziellen Mitteln. Gerade in unserem Quartier, dem Klybeck, ist diese Wandlung klar erkennbar. Immer mehr Wohnraum wird luxussaniert und zu höheren Preisen vermietet. Auch in vielen anderen Vierteln der Stadt ist dies der Fall, so zum Beispiel im St.Johann, Gundeli und in dem Erlenmattquartier.  


Wir sind gegen diese Wandlung und setzen uns ein für die Erhaltung von bezahlbarem Wohnraum. Es ist ungerecht, dass Privatpersonen mehrere Häuser besitzen können, während sich mehrköpfige Familien Tag für Tag darum sorgen müssen, wie sie die nächste Monatsmiete bezahlen können.  

 

Und deshalb besetzten wir, auf friedliche Art und Weise, das Schlössli. Wir wollen uns selbstorganisieren, frei von Eingrenzungen von Vermieter*innen, frei von steigenden Mietpreisen, frei von hierarchischen Strukturen.  


Die Gemeinschaft ist, was zählt. Wir haben hier einen Raum geschaffen, wo sich jedes Individuum selbst verwirklichen kann, egal welcher Herkunft, Sprache und Religion. Gemeinsam haben wir Küche und Wände gebaut und das Haus wieder belebbar gemacht. Wir wollen nicht nur für uns leben und gelebt haben, wir wollen zusammen unseren Alltag bewältigen und füreinander da sein. Wir wollen unsere Stadt selber machen. 


Wenn nur noch Bürogebäude und schicke zwei-Zimmer Wohnungen in Basel übrigbleiben,

wo sind wir dann? Wehren wir uns gemeinsam! 

VERANSTALTUNGEN: 
Es ist wieder Zeit für Feuerschaleabende und andere Aktionen im Schlössli.

Diese bekommt ihr entweder durch Flyer oder durch unsere Facebookseite

„Schlössli“ (@schloesslibasel) mit.