Statement

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INTERNETCAFÉ "PLANET13"

An der Klybeckstrasse 60 im Kleinbasel liegt das Internetcafé Planet13 und wirkt sozial-politisch. Es ist ein gutes Beispiel, dass die Stadt allen gehören soll und zumindest auch hier an diesem Ort den Armutsbetroffenen und Armutsgefährdeten. Das Lokal ist ihr Café, wo sie das Internet kostenlos besuchen können, weitere Unterstützung finden und auch ein kulturelles Angebot erhalten.

 

Wie alles begann: Seit Juli 2007 gibt es das Café. Gut erreichbar durch die Tramlinien 8 und 17, welche vor dem Ladenlokal halten. Die Haltestelle heisst Feldbergstrasse. Das Planet13 entstand, weil eine Gruppe von Erwerbslosen, Ausgegrenzten und weiteren Personen, ein Internetcafé gründen wollte, das all seine Dienstleistungen kostenlos anbietet. Der elektronische Graben sollte überwunden werden. Dies, damit generell andere sozial Benachteiligte, Zugang zum Internet haben konnten. Damit sie Drucken, Scannen, Schreiben, Recherchieren und Surfen können. Die Idee fand grossen Anklang und die Christoph Merian Stiftung unterstützt das Planet13 seit Beginn. So können die Miete, die Strom- und weitere Rechnungen bezahlt werden. Das gesamte Team arbeitet ehrenamtlich. Seine Mitglieder sind selber von Armut betroffen oder gefährdet und stellen ihre Fähigkeiten zur Verfügung, um anderen helfen zu können, die auch in Not sind. Hilfe zur Selbsthilfe! Eine multikulturelle Situation herrscht stets im Planet13. Oftmals ein Sprachwirrwarr.

 

Ein Projekt von Armutsbetroffenen für andere Armutsbetroffene und –gefährdete. 60% unserer Gäste sind Migrant_innen, darunter viele Geflüchtete. Das Internetcafé Planet13 steht aber immer allen Interessierten offen.

 

Die juristische Form des Vereins Internetcafé Planet13! 
Speziell am Verein Internetcafé Planet13, ist die juristische Form: Sie ermöglicht die Selbstverwaltung der Angelegenheiten durch das konkrete aktive Team. Der Vorstand ist wie ein Gremium beratend zur Seite stehend. Die oberste Entscheidungsinstanz ist aber das Team. (Siehe: https://planet13.ch/ueber-uns/das-projekt/)

 

Das Team! 
Es besteht aus Menschen, aus verschiedenen Herkunftsländern (Afrika, Schweiz, Griechenland, Frankreich, Italien u.a.) stammen. Sie sind stellenlos, oder IV-Rentner_innen, oder Pensionierte, welche Altersarmut erfahren, oder in Ausbildung Stehende, in Teilzeit-Arbeitsverhältnissen Seiende – kurz gesagt: Es sind alles Menschen, die Armut erfahren oder armutsgefährdet sind. Manche der Teammitglieder werden durch die Sozialhilfe unterstützt, andere haben, wie bereits erwähnt, Teilzeitstellen etc. Wir wehren uns politisch und sozial-politisch. Nehmen teil an Gremien, Konferenzen, Aktionen und Demos. Teilhabe für alle wird immer thematisiert. Armut in der Schweiz ist eine Realität. Die Menschen sollen würdevoll behandelt werden.  

 

Bringen ein überall, wo wir können, dass Teilhabe für alle nicht selbstverständlich ist. Verteilung von Oben nach Unten ein Muss. Zugang zu Bildung, Wohnen, Arbeit etc. für alle soll verwirklicht werden.

Die kostenlosen Dienstleistungen des Internetcafés Planet13! 

    Internetzugang

    Drucken und Scannen

    Bildbearbeitung

    Webseite entwickeln auf Anfrage hin

    Unterstützung beim Suchen von Arbeitsstellen im Internet und von Wohnungen

    Helfen beim Schreiben von Bewerbungen, Lebensläufen und Briefen

    Deutschkurse für Fremdsprachige

    EDV-Kurse

    Englischkurse

    Rechtsberatung im Sozialhilferecht

    Reparaturwerkstätte für Laptops und PCs

    Filmabende – jeden Freitagabend     Ausstellungen

    uni von unten – unser Bildungsangebot – jeden Montagabend mit Referaten,

      Lesungen und Diskussionen

    Tipps wohin man sich wenden kann

    Frauentag mittwochs

    Getränke: Kaffee, Tee

Das Planet13 wird jeden Monat von 2'300 - 2'700 Gästen besucht. Es hat an fünf Tagen in der Woche offen. Darunter wie erwähnt, ist mittwochs der Frauentag. Da können nur Frauen das Planet13 aufsuchen. So wird ihnen Raum und Zeit gegeben, um diverse Arbeiten am Computer zu erledigen. An den übrigen Tagen, wo das Planet13 offen ist, besetzen rasch mehrheitlich Männer die Arbeitsplätze an den PCs. So versuchen wir den Frauen mehr Raum zu geben.